Impro-Theater bedeutet, ohne vorgefertigten Text, ohne jede
Absprache auf die Bühne zu gehen.
Wenn das Publikum bereits Platz genommen hat, wissen die Akteure noch nicht,
was sie spielen werden: Wo soll eine Szene handeln? Welchen Beruf hat einer
der Charaktere? Welches Gefühl soll bei der Szene eine Rolle spielen?
Fragen über Fragen, die der Zuschauer beantworten muss:
Das Publikum bestimmt nämlich, was gespielt wird. Den Akteuren bleiben dann noch
fünf Sekunden Zeit, um sich zu sammeln, und dann müssen sie beginnen,
eine Szene zu spielen.
Aus dem Stegreif, begleitet von Live-Musik, entstehen
Figuren, Charaktere und Situationen. Ob tragische Liebesgeschichte oder
spannende Science-Fiction, die Spieler lassen ihrer Phantasie freien Lauf.
So passieren dann auf der Bühne ganz skurrile Dinge, denn möglich
ist alles.
Was so kompliziert kingt, ist eigentlich ganz einfach, denn es gibt bestimmte
Spielregeln. So ist Impro-Theater wie Fußball: Niemand weiß,
welchen Weg der Ball nehmen wird. Nach dem Anpfiff nimmt jedes Spiel seinen einzigartigen, unvorhersehbaren
Lauf. Weder die Zuschauer noch die Spieler ahnen, wie die spontan begonnene Geschichte endet.
Bei einem Impro-Match treten dann zwei Mannschaften gegeneinander an, wobei
das Publikum entscheidet, welches der Teams "besser" improvisiert
hat.
Doch Impro-Theater kann auch begeistern, wenn es auf der Bühne weniger 'sportlich' zugeht:
In letzter Zeit beginnt das Publikum, die sogenannten 'Langformen' wie das 'Triater'
oder den 'Harold' als attraktive Formen des Improvisationstheaters zu schätzen.